Kommunikation als eine Kernaufgabe

Wie wichtig ist interne und externe Kommunikation für ein Netzwerk? Klappern gehört zum Geschäft und auch innerhalb eines Netzwerk erleichtern etablierte Prozesse die Arbeit. 

Wirkungsvolle Netzwerkarbeit hängt auch von öffentlicher Aufmerksamkeit und Wahrnehmung ab. Denn in einer guten Außendarstellung des Netzwerks liegt für viele Netzwerkakteure ein wichtiger Motivationstreiber. Als sinnvoll erwiesen hat sich die regelmäßige Einbindung der regionalen Presse, die Information von interessierten Kreisen über Newsletter, eine gut gestaltete Internetseite oder eigene Image-Filme, die beispielsweise über Youtube zugänglich gemacht werden können.

Erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit soll auf das Thema Fachkräftemangel aufmerksam machen, die Notwendigkeit zum Handeln verdeutlichen sowie Ehrenamtliche für die Arbeit gewinnen und eigene Aktivitäten bekannt machen.

Doch es ist nicht nur wichtig, Aktivitäten und Erfolge der Netzwerkarbeit öffentlich zu machen. Vielmehr ist es entscheidend, Kommunikation auch als zentrales Handlungsfeld der Netzwerkarbeit zu verankern und kommunikative Maßnahmen, wie regionale Kampagnen, als wichtiges Element des Netzwerkes zu etablieren. Öffentlichkeitsarbeit muss allerdings unter den Netzwerkakteuren abgestimmt sein – auch und gerade um zu vermeiden, dass einzelne Personen oder Institutionen stärker in den Vordergrund rücken, als es von den anderen Partnern akzeptiert wird.

Pfiffige Ideen 

Die „Allianz pro Fachkräfte“ plant zum Beispiel die Imagekampagne „Heimat für Kreative“, um gut ausgebildete Fachkräfte in die Region zu locken. In Form einer Roadshow, die im Laufe eines Jahres in allen interessierten Landkreisen Halt macht, wird auf die zahlreichen Aktivitäten und Chancen in der Metropolregion aufmerksam gemacht und um Fachkräfte geworben.

Die Netzwerke „Barnimer Netzwerk Fachkräftesicherung“ und „Netzwerk Fachkräftesicherung Uckermark“ haben Öffentlichkeitsarbeit und Maßnahmen zur Fachkräftesicherung geschickt miteinander verbunden: Die Veranstaltungsreihe „Dialog Fachkräftesicherung“ mit den Netzwerkakteuren und Unternehmen möchte die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe erhöhen und die Aufmerksamkeit für das Thema des demografischen Wandels in den Vordergrund stellen. Die Dialogreihe dient einerseits dem Informationsaustausch untereinander und bietet andererseits eine geeignete Plattform für eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit durch Einbindung der regionalen Presse. Dadurch erfährt ein breiterer Interessiertenkreis etwas über die Veranstaltung an sich sowie über die diskutierten Inhalte.

Türanhänger "Ems-Achse", Quelle: "Ems-Achse Jobmotor Nordwest"

Das Netzwerk „Ems-Achse“ hat ein Kommunikationsinstrument entwickelt, das junge Erwachsene, die zum Studieren die Region verlassen haben, für die Heimat zurückgewinnen will:

Über Weihnachten wurden die Eltern mit Türanhängern versorgt, die sie an die Schlaf- oder ehemaligen Kinderzimmertüren ihrer Kinder hängen konnten. Diese wiesen auf die Vorteile und Chancen der Region und die Beratungs- und Unterstützungsangebote sowie auf die Jobbörse der „Ems-Achse“ hin.

Möglichkeiten der Außendarstellung

Für eine erfolgreiche Außendarstellung bietet sich vor allem auch eine regionale Dachmarke an. Unter ihr können im Gegensatz zu einem Logo unterschiedliche Maßnahmen und Aktivitäten der einzelnen Akteure zusammengefasst und doch differenziert werden. Diese differenzierte Darstellung erfolgt dabei oft durch den Einsatz von Claims oder einer unterschiedlichen Farbgestaltung einzelner Markenelemente. Dabei haben die Wortbildmarke, die Platzierung des Claims sowie die grundlegend festgelegte Farbpalette weiterhin Bestand. So bleibt trotz unterschiedlicher Tätigkeiten und Akteure immer die Verbindung zum Netzwerk erhalten.

Auf diese Art und Weise lassen sich mit Hilfe der Nutzung einer Dachmarke zwei Ziele miteinander verbinden: Sie wirkt einerseits nach innen, dient als verbindendes Element zahlreicher unterschiedlicher Akteure und stiftet Identität. Andererseits schafft ein prägnantes Dachmarkenlogo einen Wiedererkennungswert nach außen und verdeutlicht, dass alle Aktivitäten der Mitglieder untereinander abgestimmt sind und ein gemeinsames Ziel verfolgen.

Ein Beispiel hierfür ist ebenfalls die „Ems- Achse“, die sich eine Dachmarke mit eigenem Logo und Markenbild gegeben hat. Das einprägsame Logo stellt die Region grafisch abstrakt dar und verwendet die Farben der Gegend grün und blau. Durch die Platzierung der Dachmarke in nahezu allen öffentlichkeitswirksamen Auftritten (Publikationen, Internetauftritt, Merchandising- Artikel etc.) des Vereins wird die Zusammengehörigkeit der Akteure und Maßnahmen repräsentiert sowie der Bekanntheitsgrad gesteigert. Der entsprechend gestaltete professionelle Internetauftritt unterstreicht diese Außendarstellung, erweitert deren Reichweite und ist gleichzeitig eine elektronische Visitenkarte. Das Netzwerk erscheint unter dieser Dachmarke als einheitlicher, kompetenter Akteur und gewinnt so an Bedeutung für die externen Betrachter.