Berufsorientierung einfacher machen – das Projekt „Wohin nach der Schule?“

Die Region ist wirtschaftlich stark und hat viele attraktive Arbeitgeber. Umgekehrt finden Schüler, Eltern und Lehrer zahlreiche Angebote zur Berufsorientierung. Bloß eine Übersicht gab es lange Zeit nicht. Mit dem Projekt „Wohin nach der Schule“ schafft die Jenaer Allianz für Fachkräfte Transparenz und bewirbt die Veranstaltungen gebündelt.

Handlungsfelder:

Berufsorientierung

Zielgruppen:

Eltern, Lehrer, Schüler

Bundesland:

Thüringen

Ausgangslage und Ziele

Welcher Weg ist der richtige? Ausbildung oder Studium? Handwerk oder Industrie? Eher technisch oder eher kaufmännisch? Auch in der Region Jena stellen sich Jahr für Jahr Hunderte Jugendliche und deren Eltern die Frage, wie es nach der Schule weitergehen soll, mit was und wo. Auch die Lehrerinnen und Lehrer, die in den Schulen für die Berufsorientierung verantwortlich sind, müssen sich selbst orientieren: Die Vielzahl der Veranstaltungen und Angebote in Jena und Umgebung ist groß. Doch fehlte es lange Zeit an einer Übersicht. Der Jenaer Allianz für Fachkräfte liegt eine systematische Berufsorientierung sehr am Herzen. Denn die Wirtschaft brummt, in vielen Branchen steigt der Fachkräftebedarf. Deshalb rief sie vor einigen Jahren das Projekt „Wohin nach der Schule?“ ins Leben. Ziel: eine systematische Vernetzung der Anbieter, eine übersichtlichere Darstellung der Angebote und Veranstaltungen zur Berufsorientierung sowie eine einheitliche Bewerbung.

Maßnahmen

Im Laufe der Jahre hat sich „Wohin nach der Schule?“ zu einer Plattform zur Bündelung aller Berufsorientierungsangebote in Jena und Umgebung entwickelt. Der Verteiler umfasst inzwischen 60 bis 70 Partner, die stets frühzeitig ihre Veranstaltungsdaten, etwa von Ausbildungsmessen, sowie Details zu ihren Orientierungsangeboten übermitteln. Diese stellt das Projektbüro zusammen, um zum Schuljahresauftakt sowie zu Beginn des zweiten Halbjahres die Schulen zu informieren und gleichzeitig bei Eltern und Schülern mit Flyern und Plakaten für die Veranstaltungen zu werben.


Das Projekt begann 2011 und wurde immer wieder bedarfsgerecht erweitert. Sechs Jahre später, 2017, begannen die Planungen für ein Onlineportal. Wenn alles klappt, könnte es Anfang 2018 freigeschaltet werden und so eine zeitgemäße Plattform bieten, die sämtliche Anbieter von Berufsorientierungsprogrammen sowie auf der anderen Seite Schüler, Eltern und Lehrer nutzen können, um die für sie geeigneten Informationsangebote zu identifizieren. Finanziert wird „Wohin nach der Schule?“ von der Jenaer Wirtschaftsförderung, wo auch das Projektbüro angesiedelt ist, zudem übernehmen Partner wie IHK, Handwerkskammer und Wirtschaftsförderungen in der Region die Druckkosten für Flyer und Plakate.

Ergebnisse und Erfolgsfaktoren

Wie die Jenaer Allianz für Fachkräfte aus vielen Gesprächen und Rückmeldungen weiß, wird das Informationsangebot „Wohin nach der Schule?“ gut genutzt. Insbesondere die Berufsberaterinnen und Berufsberater an den Schulen greifen sehr rege darauf zurück. Die Zahl der Berufsorientierungsanbieter, die mitmachen und ihre Informationen zuliefern, konnte im Laufe der Jahre enorm gesteigert werden. Außer Lob gibt es aus dem Nutzerkreis auch regelmäßig Vorschläge für eine Weiterentwicklung. Dazu zählt zum Beispiel eine Onlineplattform oder auch ein Veranstaltungsformat, bei dem Unternehmen in die Schulen gehen und dort direkt über Berufsperspektiven informieren können. Die Jenaer Allianz für Fachkräfte greift solche Vorschläge gerne auf.