Aus der Praxis für die Praxis

Impulse aus der Praxis helfen bei der Fachkräftesicherung vor Ort. Deshalb finden Sie hier gute Praxisbeispiele aus Fachkräftenetzwerken und Projekten. Die Praxisdatenbank bietet neue Ideen und Anregungen und gibt einen Überblick erfolgreicher Ansätze. 

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Acht Kommunen aus dem Ruhrgebiet haben sich im Jahr 2011 zu der Städtekooperation „Integration.Interkommunal“ zusammengeschlossen. Sie verfolgen das gemeinsame Ziel, die Handlungsfelder „interkulturelle Öffnung“ und „Diversity-Management“ in Verwaltungen neu zu entwickeln.
Anlass für die Einrichtung eines Arbeitskreises „Willkommenskultur“ war der sich abzeichnende Mangel an Fach- und Führungskräften in der Region. Gemeinsam musste gehandelt werden. Der Arbeitskreis hat dafür einzelne Produkte und Veranstaltungen entwickelt: Der Newcomers Guide war das Startprodukt einer Serie, die im Jahr 2014 mit einem Newcomers Day fortgesetzt wurde. Gegebenenfalls wird zukünftig auch ein Newcomer-Stammtisch angeboten.
Auch eine wirtschaftlich bereits gut aufgestellte Region kann durch gemeinsame Anstrengungen der regionalen Akteure noch erfolgreicher um Fachkräfte werben. Dazu gehört, die eigenen Vorteile offensiv und leicht zugänglich darzustellen und die Stärken sowie die Attraktivität der Unternehmen vor Ort offensiv zu kommunizieren. Die Fachkräfteallianz Ostwürttemberg macht dies seit über zwei Jahren sehr intensiv.
Wie können wir mehr Fachkräfte für unsere Region gewinnen? Diese Frage stellten sich die Netzwerkmitglieder zu Beginn ihrer gemeinsamen Arbeit. Sie entschieden sich für die Etablierung von sieben sogenannten Fachkräfteservicestellen - je eine pro Gebietskörperschaft der Ems-Achse und eine in der Zentrale in Papenburg. Dort kümmern sich kompetente Ansprechpartner als Fachkräftemanager um sämtliche Anfragen von Unternehmen und Fachkräften.
Die Ems-Achse e. V. beauftragte 2009 die Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung mbH (GWS) eine Studie zu erstellen. Sie prognostizierte einen weiteren Zuwachs von 12.000 Stellen bei gleichzeitigem Rückgang der Personen im erwerbsfähigen Alter in Höhe von 24.000 bis zum Jahr 2025. Angesichts einer signifikant unterdurchschnittlichen Frauenerwerbsquote in der Region, kommt der Zielgruppe der „stillen Reserve“ eine besondere Bedeutung für die Fachkräftesicherung zu. Dafür hat das Netzwerk Ems-Achse e. V. die Familien-Achse entwickelt.
Im IHK-Bezirk Mainfranken herrscht nahezu Vollbeschäftigung. Gleichzeitig bleiben aber bereits jetzt in einigen Branchen und Berufen Stellen für längere Zeit unbesetzt, weil nicht die richtigen oder zu wenige Bewerber da sind. Die beste Strategie ist es also, mögliche noch vorhandene Fachkräftepotenziale in der Region zu identifizieren und dann für den Arbeitsmarkt zu mobilisieren. Die Allianz „Fachkräfte für Mainfranken“ hat deshalb das Projekt „Qualifizierungsoffensive – Weiter durch Bildung“ initiiert.
Da es in der Region an Universitäten fehlt, verlassen viele junge Leute nach dem Abitur die Ems-Achse, um auswärtig zu studieren. Einmal abgewandert, kehren nur wenige nach dem Studium in ihre alte Heimat zurück. Ein Grund dafür ist, dass viele Absolventen schlicht nicht wissen, welche vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten Ostfriesland, das Emsland und die Grafschaft Bad Bentheim jungen Fachkräften bieten.
Die Motivation im Netzwerk für die Gründung einer Willkommens-Agentur war, Perspektiven in der Region aufzuzeigen. Dafür entstanden zuerst die Vorgängerprojekte „Wandern und Rückkehr in der Uckermark“ und das Online-Projekt „Leben in der Uckermark“. Damit sollten Wissen und Erfahrungen gesammelt werden, welche Aspekte für Rückkehrinteressenten relevant sind und tatsächlich zur Rückwanderung bewegen, welche Stolpersteine es gibt und welche Angebote für Rückkehrwillige interessant sind.
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