3 Fragen an… das „Fachkräftebündnis OWL“

Das "Fachkräftebündnis OWL" bündelt die Aktivitäten zur Fachkräftesicherung in Ostwestfalen-Lippe. Gemeinsames Anliegen der aktuell 73 beteiligten Institutionen und Unternehmen ist die Umsetzung des Handlungskonzepts „Fachkräftesicherung in OWL“. Netzwerkkoordinatorin Melanie Taube ist es besonders wichtig, die Ziele des Konzepts im Netzwerk immer wieder gemeinsam weiterzuentwickeln und dafür Impulse – auch aus anderen Regionen – aufzugreifen. Deshalb engagiert sie sich für das Fachkräftebündnis OWL in der Entwicklungspartnerschaft für Fachkräftenetzwerke.

Frau Taube, gemeinsames Anliegen der Arbeit in Ihrem Netzwerk ist es, die Wettbewerbs- und Beschäftigungsfähigkeit der regionalen Wirtschaft zu stärken und dabei aktuelle Themen, z. B. den digitalen Wandel, einzubeziehen. Was waren Ihre bisher größten Erfolge?

Melanie Taube: Seit Anfang 2012 sind auf der Grundlage des Handlungskonzeptes „Fachkräftesicherung in OWL“ 23 Projekte zu den Handlungsfeldern „Nachwuchskräfte gewinnen und entwickeln“, „Fachkräfte für KMU sichern“ und „Berufliche Qualifikationen ausbauen“ an den Start gegangen. In 2017 beschäftigt sich das Fachkräftebündnis im Schwerpunkt mit dem Thema „Smart im Mittelstand – wie kleine Unternehmen ihre digitale Transformation vorantreiben können“. In Veranstaltungen, Expertendialogen und Ideenlaboren entwickeln wir in OWL Handlungsempfehlungen für KMU und greifen Anregungen für weitere Projekte auf. Die erste Veranstaltung im März in der SmartFactoryOWL war bereits nach zwei Tagen ausgebucht und ein voller Erfolg.

Wo sehen Sie in Zukunft Herausforderungen für die Arbeit in Ihrem Netzwerk und wie kann Ihnen die Entwicklungspartnerschaft dabei helfen?

Melanie Taube: Eine Herausforderung ist und bleibt es, kleinere Unternehmen für nachhaltige Maßnahmen zur Fachkräftesicherung aufzuschließen und in der Diskussion mitzunehmen. Das gilt besonders für die Chancen, die der digitale Wandel mit sich bringt. Kleinere Unternehmen sollten sich technologisch und organisatorisch am aktuellen Stand orientieren, um nicht den Anschluss zu verlieren. KMU erreicht man am besten über direkte Ansprache, gut funktioniert aber auch der Zugang über Unternehmensberatungen. Wir bieten deshalb im Mai 2017 einen „Beratertag OWL“ mit dem Schwerpunkt „KMU 4.0 / Digitalisierung“ an. Der Beratertag wird moderiert vom Innovationsbüro Fachkräfte für die Region, über die Partnerschaftsvereinbarung bekommen wir hier praktische Unterstützung. Darüber hinaus bietet die Entwicklungspartnerschaft die Chance, etwas über gute Beispiele aus anderen Regionen zu erfahren.
    
In der Entwicklungspartnerschaft profitieren die Mitgliedsnetzwerke vom Wissen und den Erfahrungen der bundesweiten Gemeinschaft. Welche Stärken bringt Ihr Netzwerk ein?

Melanie Taube: Die Stärke des Fachkräftebündnis OWL ist, dass es über das gemeinsam beschlossene Handlungskonzept einen breiten Konsens für die Ziele und Themen der Region gibt. Nicht zuletzt deshalb konnten so viele Projekte mit der Empfehlung der Region gefördert und umgesetzt werden. Einerseits können wir aus OWL viel darüber einbringen, wie man einen so breit angelegten Zielfindungsprozess organisiert. Außerdem können wir die anderen Mitgliedsnetzwerke an den Erkenntnissen und Ergebnissen der bisher umgesetzten Projekte teilhaben lassen.

Weitere Informationen zur Entwicklungspartnerschaft für Fachkräftenetzwerke finden Sie hier.

Wissenswertes zum Netzwerk „Fachkräftebündnis OWL“ haben wir für Sie in unserer Netzwerkdatenbank zusammengestellt.