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So gelingt der Berufseinstieg geflüchteter Frauen

Die meisten der Frauen, die in Deutschland Schutz suchen, wären gern erwerbstätig, doch finden sie ungleich schwerer in Beschäftigung als Männer. Ein neuer Praxisleitfaden des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK e. V.) und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hilft Unternehmen, die dieses Potenzial für sich erschließen möchten.

Der Leitfaden verdeutlicht, wie Betriebe von den Stärken geflüchteter Frauen profitieren können, und zeigt Lösungsansätze bei besonderen Herausforderungen auf.

Mehr als 500.000 Mädchen und Frauen sind zwischen 2012 und 2016 unter teils schwierigsten Fluchtbedingungen nach Deutschland gekommen. Drei Viertel von ihnen sind Mütter und häufig allein für die Kinderbetreuung verantwortlich. Auch verfügen rund zwei Drittel der geflüchteten Frauen über keine berufliche Ausbildung.

Gleichzeitig sei der Wunsch groß, zu arbeiten, betont DIHK-Präsident Eric Schweitzer. Passende Unterstützungsangebote seien daher wichtig. "Junge Frauen sollten frühzeitig für eine Ausbildung begeistert und gewonnen werden", rät Schweitzer. "Eine besondere Ansprache und eine konstante individuelle Begleitung können hier helfen."

Der DIHK-Präsident verweist auf den wichtigen Beitrag, den Unternehmen hierzu leisten können. Eine ausreichende Flexibilität bei der Gestaltung von Vereinbarkeitsmodellen sei eine zentrale Voraussetzung – ebenso wie der parallele Ausbau der Betreuungsinfrastruktur.

Die neue Publikation stellt Brücken in Ausbildung und Beruf vor. Unternehmen, Berater und Multiplikatoren finden darin hilfreiche Informationen rund um die Beschäftigung von weiblichen Flüchtlingen, Praxistipps und Ansprechpartner. Anhand konkreter Beispiele wird aufgezeigt, wie geflüchtete Frauen erfolgreich ihren Weg in das Berufsleben in Deutschland gefunden haben.

Die Veröffentlichung finden Sie auf der Internetseite des DIHK: www.dihk.de/themenfelder/wirtschaftspolitik/news?m=2017-08-07-praxishilfe-gefluechtete-frauen

Als ebenfalls kostenfreie Print-Version kann der Leitfaden beim DIHK-Verlag (E-Mail bestellservice(at)verlag.dihk.de) oder auf der DIHK-Website in der Rubrik "Publikationen" bestellt werden.

Die Organisation der Industrie- und Handelskammern (IHKs) engagiert sich bereits seit Ende 2015 in der Integration Geflüchteter und unterstützt Betriebe mit dem IHK-Aktionsprogramm "Ankommen in Deutschland" und dem " Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge" (www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de) dabei, geflüchtete Frauen und Männer in Ausbildung und Beschäftigung zu bringen.