Prioritäten von Fachkräften: Erst die Heimat, dann der Job

Viele Fachkräfte suchen einen Job passend zu ihrer Heimat – nicht umgekehrt. Die Konsequenz: Regionale Unternehmen sollten ganz anders um neue Mitarbeiter werben, um bei der Personalsuche erfolgreich zu sein.

„Zuhause ist es am schönsten“ – ein Spruch, der wohl in vielen Haus- und Wohnungsfluren prangt, gilt einer neuen Studie zufolge für Fachkräfte in Deutschland in ganz besonderem Ausmaß: Sie haben nämlich im Schnitt einen besonders starken Bezug zur Heimat und würden deshalb für einen neuen Job nicht umziehen. Auch dann nicht, wenn dieser besser bezahlt wäre.

Das geht aus der Studie „Heimat geht vor“ von „meinestadt.de“, einem Städteportal samt Online-Jobbörse, hervor. Diese lag der WirtschaftsWoche bereits vor Veröffentlichung vor. Für die Studie hat das Marktforschungsportal „respondi“ insgesamt 2000 Fachkräfte mit Berufsausbildung aus ganz Deutschland befragt.

Auffällig ist, dass die Fachkräfte ihre Heimat auf der Karte bereits ganz unterschiedlich eingrenzen: Der Großteil der Befragten, nämlich 28 Prozent, würde die eigene Heimat geografisch als das Gebiet im Umkreis von 10 bis 29 Kilometern um den Wohnort herum eingrenzen. Für 13,4 Prozent der Fachkräfte erstreckt sich ihre Heimat sogar nur über null bis neun Kilometer. Hingegen 17,8 Prozent der Befragten grenzten ihre Heimat gar als Umkreis von 150 Kilometern und mehr ein.

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Quelle: www.wiwo.de, 02.12.2019