Pflegeheim-Chefin: “Roboter in der Pflege halte ich für eine große Chance”

Personalmangel, straffer Dienstplan, verzweifelte Angehörige: Als Leiterin einer Pflegeeinrichtung erlebt Kristine Lütke viele Schwierigkeiten der Branche am eigenen Leib. In der Serie “Zukunft Pflege” spricht sie über die Herausforderungen mittelständischer Pflegeheime, die Nöte der Familien von Pflegebedürftigen – und wie Roboter und digitale Technologien die Pflege verbessern könnten.

LinkedIn: Frau Lütke, Sie sind 36 Jahre alt und führen schon seit rund zehn Jahren einen Pflegebetrieb. Wie kamen Sie dazu?

Wir sind ein Familienunternehmen. Meine Eltern haben die erste Pflegeeinrichtung vor rund 30 Jahren gegründet. Nach dem Tod meiner Mutter musste ich plötzlich das Geschäft mit am Laufen halten. Man ist ja eine Familie, auch wenn man sich für sich selbst vielleicht einen anderen Plan gemacht hatte. Also bin ich eingestiegen und geblieben. Und es hat mir über die Jahre immer mehr Spaß gemacht.

Sie sagten einmal, Sie seien quasi im Pflegeheim "aufgewachsen". Wie hat Sie das geprägt?

Für mich war der Umgang mit alten Menschen und ihren Bedürfnissen immer Normalität, dazu das Bewusstsein, Teil eines Familienunternehmens zu sein und Mitarbeiter zu haben. Alter und Tod waren für mich immer ganz normal. Und trotzdem: Wenn langjährige Bewohner sterben, ist das bis heute sehr emotional. Das ist etwas, was uns im Vergleich zu großen Pflegeunternehmen unterscheidet. Als Chefin kenne ich alle meine Mitarbeiter und rund 70 Bewohner, wir arbeiten und leben viel familiärer und intensiver zusammen als in großen Einrichtungen, in denen Hunderte Menschen leben.

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Quelle: www.linkedin.com, 11.12.2018