KOFA-Studie zeigt: Die Corona-Krise hat nicht zu einem generellen Einbruch der betrieblichen Weiterbildung geführt

Die Corona-Pandemie ist für die deutsche Wirtschaft eine sehr große Herausforderung. In einer aktuellen Unternehmensbefragung hat das KOFA im Rahmen des IW-Covid-19-Panels untersucht, welche Rolle die Weiterbildung in dieser Krisenzeit für Unternehmen spielt.

Auch wenn es in der Corona-Krise besonders schwer ist, Weiterbildung zu planen, zu finanzieren und umzusetzen, so bietet die gezielte Qualifizierung der Mitarbeitenden auch die Chance, gestärkt aus der Krise herauszukommen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die nun in vielen Betrieben umfangreicher vorhandene Zeit auch für Weiterbildung genutzt werden kann. Die Umfrage zeigt, dass die Situation in den Unternehmen recht unterschiedlich ist.

Die gute Nachricht der Umfrage lautet, dass die Mehrheit der Unternehmen Weiterbildungsaktivitäten während der Krise aufrechterhalten oder sogar ausgeweitet hat.

Jedoch führten die krisenbedingten Einschränkungen bei Präsenzveranstaltungen zu einem starken Rückgang von Weiterbildungsaktivitäten. Diesen Rückgang haben viele Unternehmen durch eine Ausweitung von digitalen Lernangeboten aufgefangen. Es ist zwar nicht davon auszugehen, dass klassische Lernformate wie Präsenzseminare hierdurch auf Dauer komplett verdrängt werden. Allerdings ist eine stärkere Ergänzung durch E-Learning in Form von Blended Learning zu erwarten.

Die Studie finden Sie hier.

Quelle: 16.06.2020, www.kofa.de