Influencer, Prämien, Tinder: So finden Firmen heute Mitarbeiter

Arbeitssuchende müssen sich häufig gar nicht mehr bewerben, sondern es läuft umgekehrt: Firmen bewerben sich um Mitarbeiter. Wie das funktionieren kann, zeigt ein Unternehmen aus Gaimersheim bei Ingolstadt.

 

Unternehmen gehen neue Wege, und zwar aktiv zu den Bewerben. Heutzutage ist es längst nicht mehr immer so, dass sich Arbeitssuchende bewerben müssen, sondern umgekehrt: Firmen buhlen um die Gunst potentieller Mitarbeiter. Ein Beispiel: die Firma ASAP in Gaimerheim bei Ingolstadt.


Neue Mitarbeiter per Messenger

 

"Hallo ich bin der Josef. Ich arbeite bei ASAP … und ihr dürft mich heute begleiten über den Karrierechat, was ich den ganzen Tag so treibe." Blogger Josef bei ASAP

Zum ersten Mal in seinem Leben versucht Josef sich als Blogger. Eigentlich ist Dr. Josef Baumgartner promovierter Kybernetiker. Bei ASAP leitet er ein Team aus Informatikern, Mathematikern, Elektroingenieuren, Maschinenbauern und Mechatronikern. Er zeigt ihnen die Teeküche mit den kostenlosen Obstkörben und Getränken und lässt sie virtuell mit in ein Testauto steigen, um Ergebnisse zur Fahrzeugerkennung zu überprüfen.

Josef und sein Arbeitgeber suchen ständig nach neuen Mitarbeitern. So arbeitet er nicht nur an Zukunftstechnologien für die Automobilbranche, sondern auch als Eintags-Influencer und akquiriert so neue Mitarbeiter über WhatsApp.

Handy-Stream statt Bewerbungsgespräch

Spontane Einblicke kann die Firma als Handy-Stream leichter zeigen als beim klassischen Bewerbungsgespräch im Büro. Das ehemalige Startup ASAP entwickelt Funktionen für die Zukunftsthemen in der Automobilbranche, für Digitalisierung, E-Mobilität, autonomes Fahren. Seit der Gründung vor einem guten Jahrzehnt wächst die Firma. Heute hat sie 1.200 Mitarbeiter - und es sollen noch mehr werden. 
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Quelle: www.br.de, 22.07.2019