Gemeinsam handeln für eine erfolgreiche Fachkräftesicherung - Kooperationsvereinbarung Fachkräfteforum Potsdam

Auch für die Landeshauptstadt Potsdam gilt: Fachkräftesicherung ist Standortsicherung und Zukunftsgestaltung. Neue Ansätze der regionalen Kooperation sind zunehmend wichtiger, um diese Herausforderung zu meistern. Am 3. Juli 2018 unterzeichneten daher vier neue Partner gemeinsam mit Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung ihre Mitwirkung und aktive Kooperation innerhalb des seit 2009 bestehenden regionalen Netzwerkes „Fachkräfteforum Potsdam“.

Mit dabei sind neben den bereits elf Partnern die Fachhochschule Potsdam, die Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf“, die Offensive Mittelstand Deutschland sowie das Institut für Talententwicklung Mitte GmbH.

„Die qualitative und quantitative Verfügbarkeit von Fachkräften ist zunehmend einer der wichtigsten Standortfaktoren für die Attraktivität und den Erfolg eines Standortes“, sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs anlässlich der Aktualisierung der Kooperationsvereinbarung für das Fachkräfteforum Potsdam. „Der mittlerweile auch in Potsdam angekommene Fachkräftemangel ist keine Schicksalsfrage, der wie uns ergeben müssen. Vielmehr gilt es gemeinsam mit allen relevanten Akteuren Strategien zu entwickeln und unser Handeln für ein gemeinsames Ziel zu koordinieren, damit Fachkräftesicherung nachhaltig gelingen kann. Daher freue ich mich sehr, dass wir uns mit den neuen Partnern  noch breiter aufgestellt haben.“

Unter dem Motto „Gemeinsam handeln für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort Potsdam“ haben sich 2009 bereits Partner zum Fachkräfteforum Potsdam zusammengeschlossen, um die umfangreichen Potenziale und Ressourcen der Region für eine erfolgreiche Standortpolitik zur Fachkräftesicherung noch besser zu nutzen. Der Erfahrungsaustausch zwischen den Akteuren in der Stadt, gemeinsame Aktivitäten, Entwicklung von Angeboten wie dem gemeinsamen FachkräfteTag oder dem Ausbildungs- und Praktikumsführer stehen dabei im Mittelpunkt der Arbeit. Als Partner neben der Landeshauptstadt sind aktuell schon dabei die IHK Potsdam, die Handwerkskammer Potsdam, die Kreishandwerkerschaft, die Wirtschaftsförderung Land Brandenburg, die Arbeitsagentur, das Jobcenter, die Universität Potsdam,  das Netzwerk Schule und Wirtschaft, die Vereinigung der Unternehmensverbände Brandenburg-Berlin sowie das Babelsberger Medienunternehmen transfer media.

Einer der neuen Partner ist die Fachhochschule Potsdam. Eckehard Binas, Präsident der Fachhochschule: „Die Anforderungen vieler Berufsfelder wachsen stetig und differenzieren sich immer weiter aus. Um dieser Entwicklung zu begegnen und die Nachfrage nach Fachkräften in der Region zu sichern, beschreitet die Fachhochschule Potsdam vielfältige Wege, z.B. mit der Einrichtung drei neuer dualer Studiengänge im Fachbereich Bauingenieurwesen. Die künftige Zusammenarbeit im Fachkräfteforum Potsdam ermöglicht uns einen ganzheitlichen Blick und Austausch, um uns weiterhin für die Fachkräfte von morgen starkzumachen.“

Anna Luise Kiss ist Vizepräsidentin für Forschung und Transfer an der Filmuniversität Babelsberg und erklärte: „Die Medien und der Umgang damit verändern sich, unsere Absolventinnen und Absolventen reflektieren und gestalten diesen Wandel nachhaltig. Mit ihrem filmischen Handwerk, ihren Kompetenzen in Storytelling, kreativer Technologieentwicklung und -einsatz sowie künstlerischer und wissenschaftlicher Reflexion sind die Absolventinnen und Absolventen der Filmuniversität äußerst gefragt. Die meisten von ihnen finden Anstellungen und Engagements außerhalb von Potsdam. Mit dem Fachkräfteforum möchten wir ihnen einen verbesserten Zugang zu den regionalen IKT-, Medien- und Kreativbranchen bieten. Zugleich ist es das Ziel innerhalb des Fachkräfteforums auszuloten, wie mit Unternehmen auch jenseits dieses Clusters ein direkterer Zugang zu unseren großartigen Talenten gestaltet werden kann.“

Ferdinand Kögler, der das Netzwerk Berlin-Brandenburg der Offensive Mittelstand koordiniert sagte: „Neben der Fachkräftegewinnung neuer Mitarbeiter rückt für viele Betriebe heute die Fachkräftebindung bestehender Beschäftigter immer mehr in den Vordergrund. Die besten Konzepte für gute und moderne Arbeitsbedingungen sowie eine partizipative Unternehmenskultur konkurrieren um die Arbeitskräfte von morgen. Die Offensive Mittelstand Berlin und Brandenburg fördert eine erfolgreiche, mitarbeiterorientierte Unternehmensführung und freut sich darauf, gemeinsam mit den Fachkräfteforum-Partnern, zukunftsfähige Konzepte zu entwickeln und umzusetzen.“

Ein weiterer neuer Partner ist das Institut für Talententwicklung (ifT), die in Potsdam die beiden Berufsorientierungsmessen „Vocatium“ und „parentum“ organisieren. Claudio Freimark der Gebietsleiter des IfT meinte: „Wir helfen mit unseren Veranstaltungskonzepten Jugendlichen, ihre Talente zu entdecken und berufliche Wege zu wählen, die zu ihnen passen. Wir bringen Ausbildungsbetriebe, Fach- und Hochschulen in gut vorbereiteten Gesprächen mit geeigneten Auszubildenden und/oder Studierenden zusammen. Die Nachwuchsgewinnung ist und bleibt ein entscheidender Schlüssel zur Fachkräftesicherung. Die Teilnahme am Fachkräfteforum Potsdam bietet uns die Möglichkeit, die gute Zusammenarbeit mit den Partnern in der Region weiter zu vertiefen. Wir möchten dazu beitragen, dass durch den Austausch im Forum neue Impulse und Ideen entstehen, die dem gemeinsamen Ziel der Fachkräftesicherung dienen.“

Weitere Informationen zum Fachkräfteforum Potsdam: www.potsdam.de/fachkraefte

Dr. Steffen Kammradt, Stefan Frerichs, Ferdinand Kögler, Prof. Dr. Eckehard Binas, Jann Jakobs, Claudio Freimark, Wolfgang Spieß, Anna Luise Kiss, Thomas Brincker, Dr. Bettina Frenzel, Beate Günther und Christine Manzl nach der Unterzeichnung. Foto Landeshauptstadt Potsdam/ Stefan Schulz

Dr. Steffen Kammradt, Stefan Frerichs, Ferdinand Kögler, Prof. Dr. Eckehard Binas, Jann Jakobs, Claudio Freimark, Wolfgang Spieß, Anna Luise Kiss, Thomas Brincker, Dr. Bettina Frenzel, Beate Günther und Christine Manzl nach der Unterzeichnung. Foto Landeshauptstadt Potsdam/ Stefan Schulz

Quelle: www.potsdam.de, 05.07.2018