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Arbeitszeitwünsche von Frauen

Erwerbsarbeit sowie Haus- und Erziehungsarbeit sind in Deutschland noch immer ungleich zwischen den Geschlechtern verteilt. Der neue Bericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt unter anderem, dass die Erwerbsbeteiligung sowie die Arbeitszeitwünsche von Frauen stark schwanken. Dies sei abhängig davon, ob ein Partner oder Kind(er) im Haushalt leben. Bei Männern spielt die Haushaltskonstellation dagegen kaum eine Rolle.

Außerdem geht der IAB-Bericht der Frage nach, welche Idealvorstellungen hinsichtlich des Arbeitszeitumfangs bestehen. Um besser abschätzen zu können, ob es bei der Erwerbstätigkeit von Müttern ungenutzte Potenziale gibt, wurde die Einstellung von Frauen zu Müttererwerbstätigkeit und externer Kinderbetreuung genauer untersucht.

Die Ergebniss zeigen:

  • Nach dem richtigen Zeitpunkt für den (Wieder­-)Einstieg von Müttern in Erwerbstätigkeit gefragt, geben Frauen im Durchschnitt an, dass eine Mutter 3 Jahre und 2 Monate nach der Geburt ihres Kindes wieder Teilzeit und 7 Jahre nach der Geburt Vollzeit erwerbstätig sein kann.
  • Als Altersgrenze des Kindes für eine  stundenweise externe Betreuung nennen Frauen im Mittel 2 Jahre und 7 Monate. Für eine Ganztagsbetreuung rückt die ideale Altersgrenze des Kindes mit 5 Jahren und 4 Monaten deutlich nach oben.
  • Eine frühere Rückkehr ins Berufsleben und eine frühere externe Kinderbetreuung können sich vor allem Mütter von jüngeren Kindern, Frauen aus Ostdeutschland, Frauen mit höherem Bildungsniveau  sowie jüngere Frauen vorstellen.

Den vollständigen IAB-Bericht finden Sie hier.