Aktuelle Informationen zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Der Bundestag hat beschlossen, die Möglichkeiten für die Einwanderung qualifizierter Arbeitnehmer zu erweitern.

Der Gesetzentwurf des Fachkräfteeinwanderungsgesetz ermöglicht Fachkräften mit qualifizierter Berufsausbildung aus Staaten außerhalb der Europäischen Union (Drittstaaten) künftig leichter nach Deutschland einzuwandern. Die bereits bestehenden Bestimmungen für Fachkräfte mit Hochschulabschluss werden fortgeführt. 

Wann tritt das Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft?

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz wird voraussichtlich Anfang 2020 in Kraft treten. Der Gesetzentwurf wurde am 7. Juni 2019 in dritter Lesung durch den Bundestag verabschiedet. Die abschließende Befassung des Bundesrates und die Ausfertigung durch den Bundespräsidenten stehen noch aus. Das Gesetz tritt sechs Monate nach Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft.

Was verändert sich mit dem kommenden Fachkräfteeinwanderungsgesetz?

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz schafft den Rahmen für die Einwanderung von qualifizierten Fachkräften aus Drittstaaten nach Deutschland. Im Wesentlichen bringt das Fachkräfteeinwanderungsgesetz folgende Neuerungen:  

  • Als Fachkraft gelten künftig einheitlich Hochschulabsolventen und Beschäftigte mit einer qualifizierten Berufsausbildung. Sie können eine Beschäftigung als Fachkraft ausüben, zu der die erworbene Qualifikation sie befähigt. Voraussetzung ist für beide Gruppen, dass eine Anerkennung ihrer Qualifikation vorliegt. IT-Spezialisten können unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne formalen Abschluss Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten. Unqualifizierten oder Niedrigqualifizierten bietet das Gesetz keine neuen Möglichkeiten für einen Zugang zum Arbeitsmarkt in Deutschland.  
  • Der Einstieg in den Arbeitsmarkt wird erleichtert: Kann die qualifizierte Fachkraft einen Arbeitsvertrag und eine in Deutschland anerkannte Qualifikation vorweisen, dann entfällt die sog. Vorrangprüfung.
  • Bei Fachkräften mit beruflicher Bildung entfällt die bisherige Begrenzung auf Engpassberufe. Mit einer anerkannten Berufsausbildung steht künftig auch diesen Fachkräften der Zugang zu qualifizierten Beschäftigungen offen, zu denen sie ihre Qualifikation befähigt. 
  • Die Einreise zur Arbeitsplatzsuche wird auch Fachkräften mit qualifizierter Berufsausbildung ermöglicht. Voraussetzung dafür sind Deutschkenntnisse und die Lebensunterhaltssicherung in Deutschland:
  • Die Möglichkeiten zum Aufenthalt für Qualifizierungsmaßnahmen in Deutschland werden verbessert. Anerkennungsverfahren können im Rahmen von Vermittlungsabsprachen der Bundesagentur für Arbeit(BA) vollständig im Inland durchgeführt werden. 

Mehr Informationen und was Sie tun müssen, um als Fachkraft in Deutscchland arbeiten zu können, finden Sie hier.

Quelle: www.make-it-in-germany.com, 20.06.2019